Nadelgebundene Stulpen

Weil ich in der Schule, in der ich hier in Indien arbeite und wohne, staendig barfuss oder in FlipFlops trage und ausserdem gerade Monsun ist, sind Socken eher unpraktisch, also habe ich aus einem Rest dicke Dochtwolle ein Paar Stulpen fuer die Fussgelenke gamacht:

Sehr angenehm zu tragen und gut waermend. Das einzige Problem ist, dass nadelgebundenes Gewebe (oder wie das dann heisst, ist ja nicht gewebt…) nicht allzu dehnbar ist; jedenfalls dieses nicht. Reicht aber so gerade.

Weil ich keine geeignete Nadel hatte und weder Holz noch Schnitzmesser, um mir eine zu machen, habe ich aus einem etwas festeren Katon (Muesliriegelpackung) acht ‚Nadeln‘ ausgeschnitten, vier ein ganz kleines bischen kleiner. Das Loch habe ich jeweils mit einem Locher reingestanzt. Dann habe ich die acht sehr platten Nadeln mit Tesa aufeinander geklebt, die etwas kleineren nach aussen, um ein bischen abgerundete Ecken zu erzeugen. Von den mittleren habe ich die Spitze abgeschnitten, so dass sie duenner ist, die Nadel aber durch die durchgehenden Aussenlagen eine glatte Aussenseite hat.

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Hat ganz gut geklappt, damit zu Nadeln, hatte ich nicht gedacht.

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Socken

Ich hab folgende Socken in der neuen Kollektion von DROPS gesehen und da ich noch zwei Knaeuel dunkelblaue Sockenwolle hier liegen hatte und keine Lust, fuer das naechste Brettchenwebband das Stickgarn zu teilen, oder auf den Satinstich fuer den Buchumschlag, hab ich eben mit denen angefangen 🙂

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Jetzt gerade bin ich beim ersten Socken ein paar Zentimeter hinter der Ferse, die wiederum aber erst spaeter eingestrickt wird.

Rosette fertig!

Das Wappen ist fertig! Ich konnte mich erst nicht entscheiden, welches Hellblau ich nehmen sollte, aber die Entscheidung fuer das dunklere finde ich ganz gut, jetzt dass es fertig ist.

Die ausseren Teile des Blaus sind in Fishbonestich gemacht, die mittleren einfach in drei Reihen Satinstich/ das letzte bischen zur Mitte hin wieder in Fishbonestich.IMAG0808Irgendwie hat sich die eigentlich Runde Rosette waehrend des Stickens zu einem Oval entwickelt… Der einzige Grund, der mir dafuer einfaellt, koennte sein, dass die unterschiedliche Kett- und Schussfadendicke dafuer verantwortlich ist. Ist nicht so super huebsch, aber auch nicht so schlimm.

Probebaendchen

Ich wollte wieder ein bischen Brettchenweben aber in Ermangelung eines Webstuhls, der Kaertchen und des richtigen Garns sah das erstmal etwas schlecht aus…

Jetzt habe ich mir aber Kaertchen aus einem Ordnerruecken (Plastik) geschnitten, was total gut funtioniert; die Kaertchen reissen nicht ein wie bei Pappe, sind aber einfach herzustellen und ausserdem  schoen duenn und leicht.

Als Garn habe ich Stickgarn gedrittelt, also zweifaedig genommen; da ich leider die acht Meter, in denen das Stickgarn zu kaufen ist, nicht am Stueck aufteilen konnte, habe ich das ganze Garn in Stuecke geschnitten und musste dafuer dann leider jedes Kaertchen seperat einziehen… Ausserdem hab ich beim rumrechnen, wie lang die einzelnen Stuecke sein muessen leider einen Denkfehler gemacht und sie halb so lang geschnitten, wie ich sie haette machen koennen…

Gottseidank hatte ich je Farbe nur einen Strang von den je vier gekauften zerschnitten, so dass ich immerhin die anderen drei noch habe und dann daraus  noch  ein etwas laengeres Band machen kann. Die schon zerschnittenen Garnstuecke reichten fuer 14 Kaertchen, aus denen ich ein kleines Baendchen gewebt habe, mit dem Muster “Elfenhaarband” von Babettes’ Musterbriefen (tolle Seite uebrigens, da kann jeder einfach Muster hinzufuegen; es gibt mitlerweile fast 600. Danke an Wanda/Elrian fuer dieses Muster!). Mit den 14 Brettchen ergibt sich ein etwa 7 mm breites Band:

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Die Technik fuer dieses Muster ist Doubleface – es ergibt sich also auf beiden Seiten das gleiche Muster, nur Farbvertauscht. Das Stueckchen Blau mit der Raute hab ich am Ende gemacht, als die Kettfaeden zu Kurz waren, um die Kaertchen noch gut in zwei Paeckchen sortieren zu koennen (um das Muster zu machen). Die restlichen Enden habe ich zu Fransen verzwirnt; immer die Faeden aus zwei Brettchen miteinander. Das Band ist insgesammt 58 Zentimeter lang; mit Fransen 70 cm.

 

Gewebt habe ich, in dem ich die Kette zwischen Guertel und verschiedenen festen Punkten in meinem Zimmer gespannt habe. Jetzt weiss ich, wieso ich mir zuhause quasi gleich fuers erste Band einen Webrahmen gebaut habe… (Das allererste wurde quer uebers Gaestebett gespannt und war kein Zaehlmuster, hatte nur 9 Karten und war aus Strickgarn… zaehlt also nicht so richtig, find ich)

Ausserdem kann ich jedem, der das in Erwaegung zieht, davon abraten, Stickgarn zu nehmen. Es hat zwar eigentlich einen ganz netten Glanz, dafuer dass es Baumwolle ist, aber einerseits fusselt und verhakt es sich dann doch mehr als das Haekelgarn, dass ich zu Hause benutzt habe, und es ist aussserdem eine Heidenarbeit, das Garn vorher zu Teilen und dann die Brettchen einzeln aufzuziehen.